Reinigungs- und Pflegeanleitung

REINIGUNGS- & PFLEGEANLEITUNG
FÜR DESIGNBODENBELÄGE
IM WOHNBEREICH

1. HINWEIS
Diese Pflegeanleitung wurde mit den Designbodenherstellern abgestimmt. Sie ist für alle Wohnbereiche mit normaler Beanspruchung gedacht. Für stark strapazierte Wohnbereiche wie Küchen und Flure empfehlen wir die Beachtung der Reinigungs- und Pflegeanleitung für Designbodenbeläge im Objektbereich und in stark strapazierten Wohnbereichen.

2. VORBEUGENDE MAßNAHMEN
Ein großer Teil des üblichen Schmutzeintrages kann vermieden werden, indem Sie im Eingangsbereich bereits vorsorgen. Fußmatten und -abtreter stellen sicher, dass nicht der ganze Schmutz in Ihre Wohnbereiche gelangt. Eine regelmäßige Reinigung der Fußmatten- und abtreter ist erforderlich. Richtige Möbel-/Stuhlgleiter (wie z.B. scratchnomore) beugen Bodenschäden und Kratzer vor.

3. BAUSCHLUSSREINIGUNG
Der neu verlegte Bodenbelag muss vor der Benutzung einer Bauschlussreinigung unterzogen werden, um verlege- und baubedingte Rückstände und Verschmutzungen zu entfernen. Hierzu Dr. Schutz PU Reiniger in einer Verdünnung von 1:10 mit Wasser einsetzen. Den Boden mit gut ausgepressten Wischbezügen reinigen. Abschließend mit klarem Wasser nachwischen. Pfützenbildung generell vermeiden.

4. LAUFENDE REINIGUNG UND PFLEGE
4.1 Beseitigung von Staub
Die Entfernung von lose aufliegendem Staub und Schmutz erfolgt durch Feuchtwischen mit einem nebelfeuchten Wischbezug.
4.2 Manuelle Reinigung
Zur Beseitigung haftender Verschmutzungen den Dr. Schutz PU Reiniger im Verhältnis 1:200 verdünnen und den Boden mit geeignetem und gut ausgepresstem Wischmopp reinigen.

5. ENTFERNUNG VON FLECKEN UND GUMMIABSATZSTRICHEN
Hartnäckige Flecken und Gummiabsatzstriche lassen sich punktuell mit unverdünntem Dr. Schutz PU Reiniger in Verbindung mit einem Tuch oder dem beigelegten kratzfreien weißen Pad entfernen. Im Anschluss mit klarem Wasser nachwischen. Flecken möglichst umgehend entfernen, da sich bestimmte Fleckenarten schon nach kurzer Zeit im Bodenbelag festsetzen und dann nur schwierig oder unvollständig beseitigt werden können.

6. AUFFRISCHUNG DES OBERFLÄCHENSCHUTZES
Eine erste Auffrischung ist bedarfsabhängig erst nach einiger Zeit der Nutzung (ca. nach 3-6 Monaten) erforderlich, um so stumpf gewordene oder leicht verkratzte Oberflächen wieder aufzubessern. Dieser Vorgang sollte regelmäßig alle 3-6 Monate (je nach Bedarf und Verschmutzung) wiederholt werden. Bei starker Verschmutzung empfehlen wir vorab eine Grundreinigung (s. Punkt 7) des Bodens. Bei der Auffrischung zunächst mit Dr. Schutz PU Reiniger und Microfaser Bezug (hier empfehlen wir das Dr. Schutz Quickstep System) den Boden intensiv reinigen. Danach zum Aufbau einer Pflegeschicht Dr. Schutz Vollpflege matt oder Dr. Schutz Bodenglanz unverdünnt in Form eines gleichmäßigen dünnen Filmes auftragen. Hierzu den Dr. Schutz Wischwiesel oder einen handelsüblichen flusenfreien Breitwischmopp verwenden. Für erhöhten Schutz lassen Sie die erste Schicht trocknen und tragen eine zweite Schicht auf, sobald der erste Pflegefilm trittfest ist (ca. nach 60 Minuten). Tragen Sie diese jeweils über Kreuz auf. Die zweite Schicht über Nacht trocknen lassen. Dann ist der Boden am nächsten Tag begehbar.

7. GRUNDREINIGUNG
Zur Entfernung besonders hartnäckiger Verschmutzungen und Rückstände sowie zur Vorbereitung einer Auffrischung des Bodens (s. Punkt 6) wird eine Grundreinigung erforderlich. Hierzu Dr. Schutz Grundreiniger R in einer Verdünnung von 1:5 mit Wasser gleichmäßig auf den Boden aufsprühen (mit Hand-Drucksprüher o.ä.) und je nach Hartnäckigkeit der zu beseitigenden Rückstände bis zu 5 Minuten einwirken lassen. Pfützenbildung vermeiden. Anschließend den Belag mit dem Dr. Schutz Padmeister System und dem grünen Dr. Schutz Handpad schrubben. Bei strukturierten Oberflächen zur Entfernung von festsitzendem Schmutz in Vertiefungen mit einer Schrubb-Bürste nacharbeiten. Den Schmutz mit gut ausgepressten Wischbezügen aufnehmen und den Bodenbelag mit klarem und möglichst warmem Wasser nachwischen bis das Wischwasser nicht mehr schäumt.
Durch Weitergabe dieser Reinigungs- und Pflegeanleitung an seinen Auftraggeber erfüllt der Bodenleger bei Neuverlegung eines Bodenbelages die Vorschrift der DIN 18 365.

Haben Sie weitere Fragen zur richtigen Reinigung und Pflege von elastischen Bodenbelägen? Dann wenden Sie sich bitte an unsere anwendungstechnische Beratung. Hier hilft man Ihnen gern weiter:
05152-9779-0 | info@dr-schutz.com

Quelle: https://www.dr-schutz.com/wp-content/uploads/Pflegeanleitung_PVC_Designboden-Pflegeset_D.pdf

Fugen beim Heizestrich

Randfugen

Randfugen sind wichtig um Bewegungen der Estrichplatte abzufangen und um Schallbrücken zu vermeiden.

Scheinfugen

Scheinfugen werden ab einer bestimmten Estrichgröße in regelmäßigen Abständen gemacht, um Trocknungsrisse im Estrich kontrolliert entstehen zu lassen.

Diese Fugen können nach dem Trocknen vom Estrichleger oder Bodenleger Kraftschlüssig verbunden werden.

Bewegungsfugen

Bewegungsfugen sind gerade bei Heizestrichen zwischen zwei aneinandergrenzenden Heizkreisen zu setzen um thermische Verformungen aufzufangen und Schallbrücken zu vermeiden.

Diese Fugen sind in den Oberbelag zu übernehmen und dürfen nicht verschlossen werden! In jeder Türniesche muss eine Bewegungsfuge gesetzt werden, da verschiedene Heizkreise vorhanden sind.

Fachgerechte Bewegungsfuge

(auch Dehnungsfuge genannt)

bei einem Heizestrich:

Fußbodenheizung

 

Bei einer beheizten Estrich konstruktion müssen Messstellen zur Entnahme einer CM-Prüfung (Feuchtigkeitsmessung) vorhanden sein.
Außerdem ist auf das richtige Aufheizen zu achten, inklusive Aufheizprotokoll.
Beim Aufheizen unterscheidet man zwischen zwei verschiedene Arten:

Funktionsheizen

Estrichkonstruktionen aus Zementestrich und Calciumsulfat sind vor dem Aufbringen des Oberbodenbelages aufzuheizen. Obwohl durch das Funktionsheizen ein Teil des überschüssigen Wassers aus dem Estrich entfernt wird, ist mit dem Funktionsheizen nicht der Aufheizvorgang gemeint, der zum Erreichen der Belegreife zur nachfolgenden Verlegung des Oberbodenbelages dient. Nach DIN EN 1264-4 dient das Funktionsheizen allein dazu, dass der ausführende Heizungsfachbetrieb dadurch die Erstellung eines mangelfreien Gewerks nachweisen kann.

Das Funktionsheizen erfolgt nach der spezifischen Liegezeit des Estrichs. Diese Zeitspanne beträgt bei Zementestrichen 21 Tage und bei Calciumsulfatestrichen sieben Tage. Mit dem Funktionsheizen ist jedoch noch nicht gewährleistet, dass damit die notwendige Ausgleichsfeuchte zur Verlegung des Oberbodenbelags erreicht wird, wie aus der Schnittstellenkoordination des BVF hervorgeht.

Belegreifheizen

Das Erreichen der Belegreife ist Voraussetzung für den Beginn der Bodenbelagsarbeiten (z. B. Fliesen- oder Parkettverlegung). Das Belegreifheizen setzt einen anderen Aufheizvorgang voraus als das Funktionsheizen. Im Interesse eines reibungslosen Baufortschritts wird empfohlen, dass sich das Belegreifheizen möglichst direkt an das Funktionsheizen anschließt. Bei Zementestrichen beginnt das Belegreifheizen nach mindestens 28 Tagen, bei Calciumsulfatestrichen nach 14 Tagen. Bei Estrichdicken bis 70mm wird für das Belegreifheizen im Allgemeinen eine Zeitspanne von mindestens 14 Tagen angesetzt.

Zu beachten ist für den Auftragnehmer des Gewerks Heizung, dass das Belegreifheizen nach VOB/C (DIN 18380) als besondere Leistung gilt. Damit muss diese Leistung durch den Auftraggeber gesondert beauftragt und auch vergütet werden. Für das ausführende Fachunternehmen ist deshalb darauf zu achten, den Zeitpunkt zu bestimmen und auch im Prüfprotokoll (Protokoll P7 in der Schnittstellenkoordination) zu dokumentieren, ab dem der Heizbetrieb vom Funktionsheizen in das Belegreifheizen übergeht.

Während des Belegreifheizens soll die Heizung nicht abgeschaltet und auch die Vorlauftemperatur nicht abgesenkt werden. Die Belegreife ist erreicht, wenn die maximale Feuchte des Estrichs bei Zementestrich 1,8% (für keramische Fliesen und Natur-/Betonwerksteine 2,0%) und für Calciumsulfat­estrich 0,3% beträgt.

Nach Feststellung der Belegreife muss die Temperatur des Estrichs zunächst wieder durch den Abheizvorgang langsam reduziert werden. Der Abheizvorgang verläuft über drei Tage, wobei die Soll-Vorlauftemperaturen abgestuft zu regeln sind.

 

Quelle: https://www.haustec.de/heizung/waermenutzung/mangelfreie-ausfuehrung-wie-wird-estrich-normgerecht-getrocknet